Allgemeine Geschäfts­be­din­gungen

Die Allgemeinen Geschäfts­be­din­gungen von VisaNerd für das J-1 Sponsoring.

Allgemeine Geschäfts­be­din­gungen (AGB)
Visanerd – Marcellus Bartsch
Stand: 09.10.2026

§ 1 Geltungs­be­reich & Klein­un­ter­nehmer-Hinweis
(1) Diese Allgemeinen Geschäfts­be­din­gungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Visanerd (nachfolgend „Auftragnehmer“) und dem Teilnehmer oder dem beauf­tra­genden Unternehmen (nachfolgend „Kunde“) zum J-1 Sponsoring (Formblatt DS-2019) für J-1 Programme.
(2) Visanerd handelt als Klein­un­ter­nehmer gemäß § 19 UStG. Es erfolgt kein Ausweis der Umsatzsteuer auf Rechnungen.

§ 2 Gegenstand der Leistung
(1) Visanerd übernimmt das J-1 Sponsoring des Kunden mit einem vom US-Außenministerium benannten Sponsor, für die meisten Programme CIEE, unser Hauptsponsor. Dies umfasst die Prüfung der Voraus­set­zungen, die Abstimmung mit der Gast­or­ga­ni­sa­tion (bei Interns und Trainees den Trainingsplan DS-7002), die Vorbereitung des Antrags im Portal des Sponsors, die finale Einreichung beim Sponsor und die Beantwortung seiner Rückfragen.
(2) Es wird ausdrücklich vereinbart, dass Visanerd eine qualifizierte Dienst­leis­tung schuldet, jedoch keinen Erfolg im Sinne einer garantierten Visum­ser­tei­lung. Die Entscheidung über die Aufnahme in das Programm und den Trainingsplan liegt beim Sponsor, die Entscheidung über das Visum ausschließ­lich bei den US-Behörden.

§ 3 Vertrags­schluss und Phasen der Zusam­me­n­a­r­beit
(1) Phase 1: Unver­bind­liche Vorprüfung & Portal-Nutzung
Die Anfrage, die erste Einschätzung durch Visanerd sowie die Nutzung des CIEE-Portals (Upload von Dokumenten, Einladung des Hosts, Erstellung des DS-7002 Entwurfs) sind für den Kunden zunächst unverbindlich.
Haftungs­aus­schluss Phase 1: Diese Vorprüfung erfolgt basierend auf den Angaben des Kunden. Eine rechtliche Garantie für die Förder­fä­hig­keit (Eignung) wird in dieser Phase nicht übernommen.

(2) Phase 2: Verbindlicher Auftrag & Zahlung
Der Kunde gibt ein verbindliches Angebot auf Abschluss des kosten­pflich­tigen Geschäfts­be­sor­gungs­ver­trages ab, indem er das Auftrags­for­mular an Visanerd übermittelt oder den Checkout-Prozess durchläuft. Dies erfolgt in der Regel während der Finalisierung des Trai­nings­plans (DS-7002), bevor dieser an den Sponsor eingereicht wird.
Der Vertrag kommt durch die Auftrags­be­stä­ti­gung von Visanerd oder die Rech­nungs­stel­lung zustande. Bei Intern- und Trainee-Programmen übermittelt Visanerd den Antrag erst dann final an den Sponsor („Submit“), wenn die vereinbarte Vergütung vollständig auf dem Konto von Visanerd eingegangen ist. Bei Programmen für Scholars sind Vergütung und Kran­ken­ver­si­che­rung vor Ausstellung des DS-2019 fällig.

§ 4 Vergütung & Fälligkeit
(1) Die Vergütung wird als Gesamtpreis vereinbart. Bei Intern- und Trainee-Programmen deckt dieser das gesamte Sponsoring durch Visanerd, das DS-2019, die SEVIS-Gebühr und die J-1 Kran­ken­ver­si­che­rung ab. Bei Programmen für Scholars wird die Kran­ken­ver­si­che­rung gesondert berechnet (19 € pro Person und Monat, wenn die Gast­or­ga­ni­sa­tion versichert, sonst 79 €). Eine Bear­bei­tungs­ge­bühr erhebt Visanerd nicht.
(2) Die Vergütung ist sofort nach Rech­nungs­stel­lung zur Zahlung fällig (Vorkasse). Eine Bearbeitung durch den Sponsor erfolgt erst nach vollständigem Zahlungs­ein­gang.
(3) Nicht enthalten sind die Visumgebühr des Konsulats, eine gege­be­nen­falls gesetzlich vorgesehene Visa Integrity Fee, Reise und Unterkunft.
(4) Zusatz­leis­tungen werden vor Auftrag ausdrücklich benannt: die Expressoption des Sponsors (2.000 €, ohne Garantie), J-2 Angehörige, Programm­ver­län­ge­rungen (bei Interns, Trainees und J-2 die Preis­dif­fe­renz zuzüglich 100 €, bei Scholars 950 € je weiteres angefangenes Jahr; eine Gebühr von USCIS für die Extension of Stay zahlt der Kunde gesondert) und die Vermittlung (1.500 €, eigene Leistung, fällig erst mit Annahme eines Angebots). Ein Site Visit wird vom Sponsor nur bei Gast­or­ga­ni­sa­ti­onen verlangt, die neu beim Sponsor sind und weniger als 25 Beschäftigte oder weniger als 3 Mio. $ Jahresumsatz haben; der Sponsor berechnet dafür einmalig 250 €. Visanerd stellt die Rechnung nach Absprache an den Teilnehmer oder das Unternehmen.

§ 5 Rück­er­stat­tung & Ausschluss­gründe
Visanerd gewährt Rück­er­stat­tungen ausschließ­lich nach folgendem Modell:

(1) Rücktritt/Ablehnung VOR Ausstellung des DS-2019
Lehnt der Sponsor den Antrag vor Ausstellung des DS-2019 ab, erstattet Visanerd die an Visanerd geleistete Spon­so­ring­zah­lung vollständig. Bei Intern- und Trainee-Programmen ist einzige Ausnahme ein bereits erfolgter Site Visit bei der Gast­or­ga­ni­sa­tion, für den der Sponsor 250 € berechnet. Bei Programmen für Scholars erfolgt die Erstattung ohne Abzug. Zieht der Kunde seinen Antrag selbst zurück, erfolgt die Erstattung nach den folgenden Rück­tritts­be­din­gungen.
Bei einem Rücktritt des Kunden sind folgende Positionen nicht erstat­tungs­fähig:

Gebühren, die der Sponsor für bereits erfolgte Bear­bei­tungs­schritte (z. B. Site Visits, Admi­nis­tra­tive Processing) einbehält.
Zuschläge für Express-Bearbeitung („Expedited Processing“), sofern die Priorisierung bereits beauftragt wurde.
Das Währungs­wech­sel­ri­siko bei Rück­er­stat­tungen aus dem USD-Raum (Rück­er­stat­tung erfolgt zum aktuellen Tageskurs).
(2) Täuschung & Manipulation
Beruht die Ablehnung durch den Sponsor darauf, dass der Kunde falsche Angaben gemacht hat, relevante Vorstrafen verschwiegen hat oder der Trainingsplan manipulativ gestaltet wurde, ist eine Rück­er­stat­tung der Servicegebühr ausge­schlossen. Visanerd behält in diesem Fall den Anspruch auf die volle Vergütung.

(3) Leis­tungs­er­brin­gung mit Ausstellung („Point of No Return“)
Mit der Genehmigung und Ausstellung des Formblatts DS-2019 durch den Sponsor gilt die geschuldete Dienst­leis­tung von Visanerd als vollständig erbracht.
Ein Anspruch auf Rück­er­stat­tung der Vergütung ist ab diesem Zeitpunkt ausge­schlossen. Dies gilt unabhängig davon, ob das US-Konsulat das Visum erteilt oder ablehnt (Visa Denial), oder ob der Kunde die Reise aus anderen Gründen nicht antritt. Das Risiko der Visum­ser­tei­lung liegt nach Erhalt des DS-2019 allein beim Kunden.

§ 6 Mitwir­kungs­pflichten & Meldepflicht
(1) Der Kunde versichert, dass alle im Portal und gegenüber den Behörden gemachten Angaben wahr­heits­gemäß sind.

(2) Meldepflicht bei Visumsab­leh­nung
Sollte das US-Konsulat den Visumsantrag ablehnen (Visa Denial), ist der Kunde verpflichtet, Visanerd diesen Umstand unverzüglich, spätestens jedoch binnen 5 Werktagen, in Textform mitzuteilen und den offiziellen Ableh­nungs­be­scheid (Refusal Letter) vorzulegen. Dies ist zwingend erforderlich, um den Status beim Sponsor und im SEVIS-System ordnungsgemäß zu bereinigen.

(3) Folgen bei Frist­ver­säumnis
Verletzt der Kunde diese Mitwir­kungs­pflicht, haftet er für etwaige Schäden oder Nachteile, die Visanerd oder dem Sponsor durch die fehlerhafte Statusführung im US-Meldesystem entstehen.

§ 7 Wider­rufs­recht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht bei Fern­ab­satz­ver­trägen ein gesetzliches Wider­rufs­recht zu.
(2) Vorzeitiges Erlöschen: Das Wider­rufs­recht erlischt, wenn Visanerd die Dienst­leis­tung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung der Dienst­leis­tung erst begonnen hat, nachdem der Kunde dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben und seine Kenntnis vom Verlust des Wider­rufs­rechts bei vollständiger Vertrags­er­fül­lung bestätigt hat. Als vollständige Vertrags­er­fül­lung gilt die Übermittlung des ausgestellten DS-2019.

§ 8 Haftung
(1) Visanerd haftet für Vorsatz und grobe Fahr­läs­sig­keit unbeschränkt.
(2) Für leichte Fahr­läs­sig­keit wird nur bei Verletzung wesentlicher Vertrags­pflichten (Kardi­nal­pflichten) gehaftet, begrenzt auf den vertrags­ty­pi­schen, vorher­seh­baren Schaden.
(3) Visanerd haftet nicht für Entschei­dungen oder Verzögerungen des Sponsors CIEE oder der US-Behörden (z. B. Visa Denial, Einrei­se­stopps).
(4) Für die Richtigkeit der kostenfreien Vorprüfung (§ 3 Abs. 1) wird keine Haftung übernommen.

§ 9 Schluss­be­stim­mungen
(1) Es gilt deutsches Recht.
(2) Gerichtsstand ist Berlin, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sonder­ver­mögen ist oder keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat.