Der DS-7002 Trainingsplan
So füllt ihn deine Gastorganisation richtig aus

Der DS-7002 ist das wichtigste Dokument im ganzen J-1 Prozess. Ausgefüllt wird er von deiner Gastorganisation, nicht von dir als Intern oder Trainee. Er muss Lernen beschreiben, keine Arbeit. Steht zu viel Arbeit drin, lehnt ihn der Sponsor oder später der Konsularbeamte ab, egal wie gut die Stelle selbst ist. Genau dafür sind wir da: Als Sponsorvertretung sagen wir der bearbeitenden Person beim Host, was hineingehört, und prüfen den Plan auf Regelkonformität, bevor er zum Sponsor geht.

Warum ist der DS-7002 am wichtigsten?

Der DS-7002 ist der Training and Internship Placement Plan, der dein gesamtes J-1 definiert. Alles andere stützt eine Aussage: dass du kommst, um ausgebildet zu werden, nicht um eine reguläre Position zu besetzen. Ein schwacher Plan ist der häufigste Grund, warum ein sonst starker Fall ins Stocken gerät, und genau hier sagen wir am häufigsten, was noch fehlt.

Wer den DS-7002 ausfüllt

Ausfüllen darf den DS-7002 nur deine Gastorganisation, also die zuständige bearbeitende Person beim US-Host (meist HR oder dein Supervisor). Als Intern oder Trainee kannst du ihn nicht selbst schreiben. Als Sponsorvertretung sagen wir der Gastorganisation, was hineingehört, falls sie es noch nicht weiß, und prüfen jeden Entwurf, bevor er zum Sponsor geht. Der Plan muss strikt den Regeln des US-Außenministeriums (22 CFR 62.22) entsprechen; viel Interpretationsspielraum gibt es dabei nicht.

Warum werden Trainingspläne abgelehnt?

Der typische durchgefallene Plan liest sich wie eine Stellenbeschreibung. Er listet auf, was du für die Firma tust. Ein Plan, der durchkommt, liest sich wie ein Lehrplan: Er beschreibt, was du lernst und wie. Gleiche Rolle, andere Darstellung, völlig anderes Ergebnis.

Was lässt einen Plan nach Training klingen?

Jede Zeile sollte zwei Fragen beantworten:

  • Was wird gelernt?
  • Unter wessen Anleitung, und wie?

Beschreibt ein Satz das Ergebnis, das die Firma bekommt, statt einer Fähigkeit, die du gewinnst, schreib ihn um, bis er die Fähigkeit beschreibt.

Trainingswörter vs. Arbeitswörter

Die Wortwahl leistet auf diesem Formular echte Arbeit. Die zwei Spalten senden einem Prüfer gegensätzliche Signale (der DS-7002 wird auf Englisch ausgefüllt, daher hier die englischen Begriffe):

Klingt nach TrainingKlingt nach Arbeit
learn, observe, analyze, shadowwork, assist with, cover shifts
develop an understanding ofresponsible for delivering
under the supervision ofmanage, handle, data entry
gain exposure to, study howcomplete tasks, meet targets

Ein klassisches Warnsignal, behoben

Eine Zeile wie „will manage the social media accounts“ signalisiert, dass du einen Angestellten ersetzt, genau das, wofür das Programm nicht da ist. Die ehrliche Umformulierung wäre etwa: „learns US social media strategy by analyzing live campaigns under the guidance of the marketing manager.“

Formulierung rettet keinen echten Job

Wenn die Rolle wirklich nur Arbeit ist, hilft keine Formulierung. Die Lösung ist, die Rolle so zu ändern, dass echtes Training entsteht, nicht die Wörter auf dem Formular.

Wie die Phasen aufeinander aufbauen

Ein starker Plan durchläuft Phasen, und jede Phase muss sich sichtbar von der vorigen unterscheiden:

Orientierung und Beobachtung

Du lernst Umfeld, Werkzeuge und Standards kennen, vor allem durch Zuschauen und Einweisung.

Angeleitete Anwendung

Du wendest das Gelernte unter enger Betreuung und mit strukturiertem Feedback an.

Fortgeschritten und eigenständiger

Du übernimmst anspruchsvollere Aufgaben mit weniger Aufsicht und zeigst die Fähigkeiten, die du aufgebaut hast.

Denselben Text über alle Phasen zu kopieren ist selbst ein Warnsignal, ebenso ein Plan, der nie über „beobachten“ hinauskommt. Jede Phase sollte wie ein Schritt nach oben wirken.

Wie wir ihn aufgebaut haben wollen

Wir führen den Plan durch unser Sponsorsystem, verlangen mindestens 32 Stunden pro Woche und legen die Anzahl der Phasen nach Dauer und Kategorie deines Programms fest. Der Plan wird ausdrücklich mit deinem Fachbereich verknüpft: Abschluss, relevante Kurse und frühere Rollen, auf denen das Training aufbaut. Deine Aufgabe als Teilnehmer ist nur, deiner Gastorganisation diese Angaben zu liefern, damit die bearbeitende Person den Plan passgenau formulieren kann.

Checkliste, bevor der Plan zum Sponsor geht

  • Nennt jede Zeile eine Fähigkeit, die gelernt wird, nicht nur eine Aufgabe, die erledigt wird?
  • Gibt es eine namentlich genannte Betreuungsperson und eine klare Art der Anleitung?
  • Unterscheiden sich die Phasen wirklich voneinander?
  • Ist die Verbindung zu deinem Fachgebiet ausdrücklich?
  • Würdest du das im Interview ehrlich als Training beschreiben?
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Verwandt: was deine Gastfirma erfüllen muss und verbotene Felder und Branchen.

Lass den Trainingsplan prüfen

Schick uns deine Situation und den Entwurf deiner Gastorganisation, und wir sagen dir und der bearbeitenden Person, ob der DS-7002 nach Training klingt und was noch angepasst werden muss, bevor er zum Sponsor geht.

Ist dein DS-7002 stark genug?

Erzähl uns von der Rolle, und wir markieren alles, was eher nach Arbeit als nach Training klingt.

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Fragen & Antworten

Es ist der Training and Internship Placement Plan fürs J-1. Er beschreibt Phase für Phase, was du lernst und unter wessen Aufsicht.
Deine Gastorganisation füllt ihn aus, nicht du. Als Intern oder Trainee kannst du das nicht selbst tun. Du lieferst nur die Angaben zu deinem Hintergrund; das Formular schreibt die zuständige Person beim Host. Als Sponsorvertretung sagen wir ihr, was hineingehört, und prüfen es vorher.
Weil sie sich wie eine Stellenbeschreibung statt wie ein Lernprogramm lesen. Die Lösung: jede Zeile um eine Fähigkeit herum formulieren, die gelernt wird, solange das wirklich stimmt.
Nein. Wenn die Rolle reine Arbeit ist, muss sich die Rolle ändern. Formulierung allein bringt sie nicht am Sponsor oder Konsulat vorbei, aber wir sagen es dir ehrlich und helfen dir, die Rolle so zu ändern, dass es klappt.

Bei VisaNerd sponsern wir strikt im Rahmen der Vorschriften des US-Außenministeriums (22 CFR 62.22) und der aktuellen BridgeUSA-Vorgaben. Was hier steht, ist, wie wir tatsächlich sponsern und was wir verlangen, kein allgemeiner Überblick über andere Sponsoren. Es ist praktische Orientierung von unserem Team, keine Rechtsberatung; deine Eignung bestätigen wir als dein Sponsorkontakt, die finale Visumentscheidung trifft der US-Konsularbeamte.