Was ist ein J1 Sponsor?
Warum dein Chef nicht reicht
Du hast einen Praktikumsplatz in den USA gefunden? Glückwunsch. Doch jetzt sagt dir dein US-Chef: “Du brauchst einen Sponsor.” Viele Bewerber sind verwirrt. Ist die Firma nicht der Sponsor? Nein. Hier ist die Erklärung.
Das Missverständnis: Host vs. Sponsor
Im J-1 Visumsprozess gibt es zwei völlig getrennte Akteure. Wenn du diese Unterscheidung nicht kennst, wirst du das Visum nicht bekommen.
Das ist die Firma in den USA (z.B. BMW in South Carolina oder das Architekturbüro in NYC), bei der du arbeiten wirst. Sie stellen dir den Arbeitsplatz, den Computer und zahlen dein Gehalt.
Aber: Sie dürfen rechtlich kein Visum ausstellen.
Das ist eine vom US State Department (“Außenministerium”) akkreditierte Organisation (z.B. CIEE oder InterExchange). Sie kennen dich vielleicht gar nicht persönlich, aber sie sind die einzigen, die das Dokument DS-2019 drucken dürfen.
Merke: Dein Host gibt dir den Job. Der Sponsor gibt dir das Recht, diesen Job legal auszuführen.
Warum braucht man einen Sponsor?
Das US-Außenministerium hat keine Zeit, tausende Praktika persönlich zu prüfen. Deshalb haben sie diese Aufgabe an private Organisationen “outgesourct”. Diese Organisationen nennt man “Designated Sponsors”.
Der Sponsor ist dein “gesetzlicher Vormund” für die Zeit in den USA. Seine Aufgaben sind:
- Prüfung: Ist dein Praktikum echt oder nur billige Aushilfsarbeit?
- Versicherung: Er stellt sicher, dass du krankenversichert bist.
- Überwachung: Er ist dein Ansprechpartner bei Problemen (24/7 Hotline).
- SEVIS: Er meldet dich in der Datenbank der Heimatschutzbehörde an.
Das Ziel: Formular DS-2019
Warum bezahlst du den Sponsor? Eigentlich nur für ein einziges Blatt Papier.
Ohne das Formular DS-2019 (Certificate of Eligibility) lässt dich kein US-Konsulat zum Interview rein. Der Sponsor stellt dieses Dokument aus, nachdem er dich und deinen Host geprüft hat. Es ist der heilige Gral deines Antrags.
Kosten & Realität
Ein Sponsor arbeitet nicht umsonst. Die Programmgebühren decken die Prüfung, die Versicherung und die Verwaltung ab.
Wer zahlt das?
- In 90% der Fälle zahlt der Teilnehmer (Du) die Sponsor-Gebühren.
- Große Firmen (Big Tech, Automotive) übernehmen die Kosten manchmal als “Benefit”, sind dazu aber nicht verpflichtet.
Wie finde ich einen Sponsor?
Du kannst nicht einfach irgendeinen Sponsor nehmen. Es gibt über 90 Designated Sponsors, aber die meisten sind auf bestimmte Nischen (z.B. nur Au-Pair oder nur Camp Counselor) beschränkt.
Für Interns & Trainees (Business, Engineering, Architecture, IT etc.) sind CIEE und InterExchange die Marktführer.
Das Problem: Der direkte Kontakt zu den US-Sponsoren ist oft bürokratisch, anonym und findet in einer anderen Zeitzone statt. Fehler im Antrag führen zu Wochen Verzögerung.
Die Lösung: VisaNerd ist offizieller Partner dieser Sponsoren in der DACH-Region. Wir bereiten deinen Antrag so vor, dass er beim Sponsor sofort durchgewunken wird.