Ultimate Guide Aktualisiert: Heute

Praktikum USA: Der Plan
Von der Bewerbung bis zum US-Visum

New York, Silicon Valley oder Miami? Ein Praktikum in den USA ist der ultimative Karriere-Booster. Doch der Weg dorthin ist mit Bürokratie gepflastert. Die meisten scheitern nicht am Job-Interview, sondern am Visum. Dieser Guide zeigt dir genau, wie du legal in die USA kommst.

Der Realitäts-Check: Ohne J-1 geht nichts

Bevor du Flüge buchst, müssen wir über den Elefanten im Raum sprechen: Das Aufenthaltsrecht.

Du kannst nicht einfach als Tourist (ESTA) einreisen und ein Praktikum machen – auch nicht, wenn es unbezahlt ist. Das ist illegal und führt zur sofortigen Ausweisung.

Für 99% aller Praktikanten gibt es nur eine legale Option: Das J-1 Visum.

Das J-1 Visum ist speziell für den “kulturellen Austausch” gedacht. Es erlaubt dir, bis zu 12 (als Student) oder 18 Monate (als Berufstätiger) in einem US-Unternehmen zu arbeiten.

Deep Dive: Was genau ist das J-1 Visum? →

Darf ich überhaupt in die USA?

Nicht jeder darf ein Praktikum machen. Das US-Außenministerium unterscheidet streng in zwei Schubladen. Du musst in eine davon passen:

Option A: Der “Intern” (Studenten)
  • Du bist aktuell an einer Hochschule (Uni/FH) eingeschrieben (Vollzeit).
  • ODER: Dein Abschluss liegt weniger als 12 Monate zurück.
Option B: Der “Trainee” (Berufstätige)
  • Du hast einen Abschluss + 1 Jahr relevante Berufserfahrung.
  • ODER: Du hast keinen Abschluss, aber 5 Jahre Berufserfahrung.

Passt du in keine dieser Kategorien? Dann wird es mit dem US-Praktikum leider fast unmöglich.

Mach den detaillierten Check hier

Die Roadmap: In 4 Schritten in die USA

Viele fangen falsch an und beantragen erst das Visum. Das geht nicht. Die Reihenfolge ist entscheidend:

  1. Job finden: Du brauchst erst eine Zusage von einer US-Firma (Host Company).
  2. Sponsor finden: Deine US-Firma kann das Visum nicht ausstellen. Du brauchst eine Zwischen-Organisation (Legal Sponsor), die dein Praktikum prüft.
  3. DS-2019 erhalten: Der Sponsor stellt dir das “Eignungszertifikat” aus.
  4. Botschaftstermin: Mit dem DS-2019 gehst du zum US-Konsulat (Berlin, Frankfurt, München) und holst dir den Stempel im Pass.

Kosten & Gehalt: Was kommt auf mich zu?

Ein USA-Praktikum ist eine Investition. Rechnen wir es ehrlich durch.

Die Kosten (Investition)

Für Visumsgebühren, Sponsor-Kosten (die den Löwenanteil ausmachen) und Versicherung musst du – je nach Dauer – mit 1.500 € bis 3.000 € rechnen. Dazu kommen Flug und Lebenshaltungskosten.

Detaillierte Kostenaufstellung ansehen →

Die gute Nachricht: Gehalt

Im Gegensatz zu vielen deutschen Praktika werden US-Praktika oft gut bezahlt. In Tech-Hubs oder Großstädten sind $2.000 bis $4.000 monatlich keine Seltenheit. Wichtig: Dein Visum erlaubt dir offiziell, Geld zu verdienen!

Wie finde ich einen Job?

Das ist der härteste Teil. Amerikanische Firmen scheuen oft den Aufwand (“We don’t sponsor visas”).

Deine Strategie:

  • Initiativbewerbung: Schreibe deutsche Firmen mit US-Niederlassungen an (German American Chambers of Commerce).
  • Erziehung: Sag im Anschreiben sofort: “Ich kümmere mich um mein Visum selbst (J-1 Visa), ihr habt keine bürokratischen Kosten.”
  • Vitamin B: Nutze LinkedIn und Alumni-Netzwerke deiner Uni.

Du hast schon einen Job in Aussicht, aber die Firma weiß nicht, wie das mit dem Visum läuft? Wir übernehmen das Onboarding für dich.

Wir regeln das Visum für deinen US-Job

VisaNerd Logo hello@visanerd.de
J-1 Visa Services & Career Infrastructure.